Siloaustrag mittels Saugtechnik

Podiumsdiskussion am Praktikumstag der BOKU Wien
24. Januar 2019
Teilnahme am FFG Forschungsprojekt für vertikale Gebäudebegrünungen
13. Februar 2019

Großes Kopfzerbrechen hat uns unlängst ein Silo bereitet, in dem kein Austrag nach unten möglich war. Ein Hohlraum direkt über der Ausförderanlage hat einen Propfen gebildet. Berechnungen zufolge war dieser Pfropfen 9m dick, mit entsprechenden Berechnungen haben wir uns eine Kubatur von knapp 80m³ teils verfestigtem Material errechnet. Zustiegsmöglichkeit hat es ausschließlich von oben gegeben, kein seitliches Mannloch noch irgendwelche Kontroll- oder Inspektionsfenster.

Also blieb uns als einzig gangbare Weg der komplette Austrag des Schrots nach oben. Bei diesen Arbeiten haben wir uns professionelle Unterstützung der Saugtechnik geholt. Kurzum wurden entlang der Feuerleiter und durch den Betrieb sämtliche Saugleitungen gelegt, das entsprechende Schwer-Kfz parkte draußen. Mittels Fernsteuerung wurde die Sauganlage aktiviert und Stück für Stück aus dem Silo ausgetragen. Da der Hohlraum eine immanente Gefahr für den Mitarbeiter im Silo darstellte, wurde dieser permanent redundant gesichert.

Sobald ein Durchstich zum Hohlraum möglich war, sind wir aus Sicherheitsgründen auf einen Austrag nach unten umgestiegen. Da die Arbeiten sehr personal- und maschinenintensiv war, musste zur Schonung der Ressourcen die Logistik entsprechend gut koordiniert werden.

Nachdem die Silozelle von dem gesamten Material befreit und gereinigt war, wurde diese mittels Vernebelung von S010 und entsprechendem Perfusor ausgeführt, sodass wieder alles dem Lebensmittelhygienestandard entspricht.